Ausbildung (Privatpilotenlizenz)

Die Ausbildung zum Privatpiloten

Landen lernen

Ein Flugzeug auf einer Höhe zu halten oder in eine bestimmte Richtung zu lenken, ist schnell gelernt. Die Landungen sind schon schwieriger. Was alles zur Ausbildung eines Privatpiloten gehört, erfahren Sie hier.

Die Lizenzen

Die Privatpilotenlizenz für Motorflugzeuge (PPL-A) berechtigt zum nicht-gewerblichen Fliegen einmotoriger Flugzeuge mit Kolbentriebwerk. Durch sogenannte „class ratings“ kann die Lizenz später auf andere Flugzeugtypen erweitert werden, zum Beispiel auf mehr-motorige oder turbinengetriebene Flugzeuge.

Nach derzeitigem Luftrecht gibt es zwei Arten von Privatlizenzen:

  • PPL-A nach Part-FCL – weltweit gültig, ohne Gewichtsbegrenzung
  • LAPL(A) – europaweit gültig, maximales Abfluggewicht 2000 kg (4-Sitzer)

Natürlich kann die LAPL Lizenz auch später mit einer kurzen Zusatzausbildung auf die nächst höhere Stufe erweitert werden.

Die Schulflugzeuge

Drei Schulflugzeuge hält der Luftsportverein für die Ausbildung bereit.

  • eine Robin HR 200, D-EBPR, 2-Sitzer in Aluminiumbauweise
  • zwei Cessna C172, D-EOLB und D-EDFE, 4-Sitzer in Aluminiumbauweise

Sieben erfahrene Fluglehrer, darunter eine erfahrene Fluglehrerin, stehen für Ihre Ausbildung zur Verfügung.

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Die praktische Ausbildung

 

  • Einweisung in das Flugzeugmuster, intensives Platzrundentraining bis zur Alleinflugreife: Rollen, Starten, Lenken und Landen…
  • Erster Soloflug – ein unvergesslicher Moment in Ihrer Ausbildung: Nachdem ein zweiter Fluglehrer Ihre Fähigkeiten überprüft hat, sitzen Sie das erste Mal alleine im Cockpit.
  • Vertiefung der Fähigkeiten, Ziellandetechniken mit und ohne Motorhilfe
  • Überlandflüge, Navigation, Anfliegen fremder Flugplätze und eines großen Verkehrsflughafens, Solo-Überlandflüge
  • Prüfungsflug mit einem amtlichen Prüfer
  • Für die praktische Ausbildung (Part FCL) sind 45 Flugstunden erforderlich, LAPL: 30 Stunden.

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Die theoretische Ausbildung

Zur Vorbereitung auf die amtliche Theorieprüfung absolvieren Sie einen Fernlehrgang und erhalten dazu von uns begleitenden Unterricht. Fächer: Allgemeine Luftfahrzeugkenntnisse, Flugleistung und Flugplanung, Luftrecht, Navigation, Meteorologie, Menschliches Leistungsvermögen, Verhalten in besonderen Fällen.
Die amtliche Theorieprüfung muss spätestens im dritten Abschnitt der praktischen Ausbildung vorliegen – bevor Sie alleine Überland fliegen.

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Das Sprechfunkzeugnis

Für den Sprechfunkverkehr im Flugzeug erwerben Sie das Sprechfunkzeugnis BZF I (englisch und deutsch) oder BZF II (deutsch). Es muss spätestens zur Theorieprüfung vorliegen.

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Die Lizenzprüfung

Die Prüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Beide werden von einem zugelassenen Prüfer der Landesluftfahrtbehörde abgenommen.
Die Theorieprüfung wird noch während der Ausbildung, vor der Überland-Ausbildung abgelegt.
Die praktische Prüfung besteht aus zwei etwa einstündigen Flügen mit einem amtlichen Prüfer am Ende der Ausbildung.
Anschließend erhalten Sie Ihre Fluglizenz.

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Die Ausbildungsdauer

Die Dauer richtet sich vor allem nach Ihren zeitlichen Möglichkeiten. Sie kann zwischen 3 Monaten und 2 Jahren oder länger liegen. Die meisten unserer Flugschüler absolvieren die Ausbildung in etwa 1¼ Jahren.

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Die Kosten

Die Ausbildung zum PPL-A nach Part FCL (europäische, weltweit anerkannte Privatpiloten Lizenz) kostet alles zusammengenommen rund 7500 bis 8500 Euro. Der größte Teil davon entfällt auf die Charterpreise für das Flugzeug. Der Gesetzgeber fordert mindestens 45 Flugstunden. Allerdings ist diese Summe nicht auf einmal fällig. Die Kosten verteilen sich über die Ausbildungsdauer – in der Regel etwa 1 – 1¼ Jahre.

Alternativ ist die Ausbildung zur Leichtflugzeug-Pilotenlizenz LAPL(A) möglich. Die Flugausbildung umfasst 30 Stunden und umfasst sämtliche Fächer wie in der PPL mit Ausnahme der Funknavigation. Die LAPL(A) ist europaweit gültig, aber Flüge im nicht-europäischen Ausland sind dann nicht möglich. Man spart bei der Ausbildung im Vergleich zur Part FCL PPL-A etwa 2000 EUR.

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Die Ausbildungspreise im Luftsportverein Kiel

Zur Ausbildung ist die Mitgliedschaft im Luftsportverein Kiel erforderlich.
Eine Beispielrechnung für die Ausbildung innerhalb von 18 Monaten:

einmalige Aufnahmegebühr 565 EUR
monatlicher Mitgliedsbeitrag 38,50 EUR * 18
monatliche Schulungspauschale (nur für Flugschüler) 35 EUR * 18
Chartergebühren für die Cessna 172 ca 120 EUR * 45
Landegebühren ca 7 EUR * 150
SUMME 8350 EUR

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Was Sie sonst noch benötigen…

  • Flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis Klasse 2 ca. 120 Euro
  • Theoriefernlehrgang „CAT“ 498 Euro
  • Lehrmaterial: ICAO-Luftfahrkarte Blatt Hamburg, Kursdreieck, Navigationsrechner, Kniebrett (zusammen ca. 100 Euro)
  • Prüfungsgebühren BZF I 95 Euro
  • amtliche Theorieprüfung 150 Euro
  • amtliche Praxisprüfung 100 Euro

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Die Voraussetzungen

Es gibt mit der neuen europäischen Lizenzverordnung kein Mindestalter für den Beginn der Ausbildung. Der erste Alleinflug kann frühestens mit 16 Jahren erfolgen, für den Lizenzerwerb beträgt das Mindestalter 17 Jahre.
Zur Ausbildung sind keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich. Wer das englisch-sprachige Sprechfunkzeugnis erwerben möchte (für spätere Flüge im Ausland), sollte über gute Englischkenntnisse verfügen.
Zur Anmeldung an unserer Flugschule benötigen Sie Ihren Personalausweis sowie ein Passbild. Für die Ausbildung müssen Sie Mitglied im Luftsportverein Kiel werden.

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Bei Ihrer Anmeldung zur Ausbildung…

Bei Anmeldung müssen Sie für die Luftfahrtbehörde folgende Formulare ausfüllen:

  • Ausbildungsvertrag mit der Flugschule im Norden, dies ist die formelle (Schleswig-Holstein-weite) Ausbildungseinrichtung, in deren Auftrag der Luftsportverein arbeitet
  • Erklärung über schwebende Strafverfahren
  • Antrag auf Ausstellung eines polizeilichen Führungszeugnisses
  • Antrag auf Auskunft aus dem Verkehrszentralregister beim Kraftfahrtbundesamt
  • Antrag auf Zuverlässigkeitsüberprüfung gemäß § 7 Luftsicherheitsgesetz
  • Vor Beginn der praktischen Ausbildung müssen Sie ein flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis Klasse 2 vorlegen. Dies erhalten Sie bei einem Fliegerarzt.

Diese Formulare erhalten Sie bei einem Treffen von einem unserer Fluglehrer oder Vorstände, der sie gemeinsam mit Ihnen ausfüllt und erklärt.

Eine Liste zugelassener Fliegerärzte finden Sie unter  www.luftsport-sh.de

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Kontakt

Telefon: 0431 – 32 36 40
ausbildung@motorflug-kiel.de

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